Freitag, 29. Februar 2008

Wochenimpuls 2: Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Ich habe einen Artikel in der Coop Zeitung vom 26. Februar gefunden. Darin wird in einem Interview mit dem Leiter Marketing/Beschaffung und Mitglied der Geschäftsleitung von Coop, Jürg Peritz, erläutert, dass Coop die Vision hat, in 15 Jahren CO2 neutral zu sein.
Nun werde ich die Informationen aus diesem Interview und aus der Coop Homepage anhand des Nachhaltigkeitsdreieckes reflektieren.
Im Bereich der Ökonomie legt Coop Wert darauf, dass seine Geschäftspartner und Lieferanten ebenfalls darauf hinarbeiten, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Peritz erklärt im Interview, dass Coop überhaupt schon heute Unternehmen bevorzugt, welche nachhaltig produzieren. Coop möchte aber ebenfalls die Verkaufstellen energetisch sanieren. Das heisst, bestehende Verkaufsstellen werden so saniert, dass sie weniger Energie verbrauchen und Coop baut neue Verkaufsstellen nur noch nach Minergiestandard.
Im Bereich des Sozialen achtet Coop darauf, dass Produkte, die aus fairem Handel stammen bevorzugt und unterstützt werden. Auf der Homepage schreibt Coop, dass seine Geschäftspartner ihren Angestellten genügend Lohn und gerechte Arbeitsbedingungen zusichern müssen. Coop toleriert keine Sklavenarbeit, Zwangsarbeit oder ausbeutenden Kinderarbeit. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sich gewerkschaftlich organisieren können und die Chancengleichheit muss unabhängig von Rasse, Hautfarbe oder anderen Merkmalen gewährleistet sein.
Im ökologischen Bereich unternimmt Coop ebenfalls einiges. Dazu gehört, wie oben bereits erwähnt, dass neue Verkaufsstellen zukünftig nur noch nach Minergie-Standard gebaut werden. Diese Bauweise ist besonders umweltfreundlich und energiesparend. Der Jahreswäremverbrauch kann in einer Minergieverkaufstelle um etwa die Hälfte reduziert werden. Gut 30% weniger Strom braucht es für die Beleuchtung. Auch im Bereich der gewerblichen Kälte kann sehr viel Energie und so der CO2-Ausstoss verringert werden. Im Transportwesen ist Coop ebenfalls bemüht, denn CO2-Ausstoss zu reduzieren. Die Leerfahrten wurden gesenkt und ein Grossteil der Transporte konnte von der Strasse auf die Schiene verlagert werden. Die Chauffeure besuchen so genannte Eco-Drive-Kurse. Dort lernen sie eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Fahrweise.
Ich denke, dass Coop alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Dieses Beispiel zeigt, dass es wichtig ist, dass sich grosse Unternehmen für die Nachhaltigkeit einsetzen und in dieses Gebiet investeren. Dies wird sich bestimmt in einigen Jahren für die Unternehmen auszahlen.

2 Kommentare:

Daisy hat gesagt…

Wie ich sehe, hast du den gleichen Artikel reflektiert, wie ich. Da ich ein bisschen Mühe hatte, den Artikel anhand der drei Dimensionen zu reflektieren, hat es mich natürlich Wunder genommen, wie du die Einteilung vorgenommen hast. Mir ist aufgefallen, dass einige nachhaltige Elemente nicht nur einer Dimension zugeordnet werden können. Coop legt zum Beispiel Wert darauf, dass die Liferenaten und Geschäftspartner ebenfalls darauf hinarbeiten, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Diese Tatsache hast du der ökonomischen Dimension zugeordnet, was ich nachvollziehbar finde. Meiner Meinung nach könnte sie jedoch auch der sozialen Dimension zugeordnet werden, weil alle (für Coop) relevanten Gruppen bei der Realisierung beteiligt werden (übrigens auch die Mitarbeiter mit den Eco-drive-Kursen etc.). Was denkst du?
Was die soziale Dimension betrifft, hast du zusätzliche (eindeutigere) Punkte auf der Homepage gefunden. Diese waren spannend zu lesen. Sie zeigen auf, dass Coop nur im Artikel den Schwerpunkt auf der ökologischen Dimension gelegt hat. Grundsätzlich beachtet Coop aber alle drei Dimensionen gleich stark.

Thierry hat gesagt…

Dies habe ich alles gar nicht gewusst. In der Werbung zeigte sich Coop jeweils von einer naturnahen Seite mit seinen Bioprodukten.
Ich finde es sehr gut, dass Coop diese Einstellung angenommen hat und offen vertritt. Dadurch werden andere nachziehen. Somit wird es irgendwann nur noch solche Konzerne geben, die auf die Nachhaltige Entwicklung achten und damit müssten es, fast zwangsläufig, Einzelpersonen auch tun.
Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob dies nicht nur ein "Werbegag" ist, um Kunden anzulocken. Dafür kenne ich die Details zu wenig. Sollte dies der Fall sein, hätte ich etwas Mühe damit, weil es dann gar nicht um die Umwelt, sondern wieder einmal nur ums Geld gehen würde.