Ich verbrachte mein bisheriges Leben auf unserem Bauernhof und bin somit in und auch mit der Natur aufgewachsen. Egal ob es stürmte, schneite, regnete oder die Sonne schien, es verging kein Tag, an dem ich und meine Schwester nicht draussen in der Natur waren. Wir gingen in den nahe gelegenen Windschutz und bauten Hütten, liefen durch Maisfelder, sprangen auf der gepflügten Erde herum und sammelten verhackte Regenwürmer ein. Diese brachten wir in unseren Regenwurmspital und versuchten sie mit Grashalmen wieder „zusammenzuflicken“. Ausserdem waren wir viel mit unseren Eltern in der Natur unterwegs. Wir halfen ihnen bei der Arbeit auf dem Hof, jedoch unternahmen wir auch viele Ausflüge zusammen beispielsweise an den Bodensee oder auf den Hohen Kasten.
Im Gegensatz zu früher sind meine Aktivitäten in der Natur geringer geworden. Vor allem in den letzten Wochen verbrachte ich kaum Zeit in der Natur und wenn, dann hatte ich so viele andere Sachen im Kopf, dass ich mich nicht bewusst auf sie einlassen konnte.
Doch alles änderte sich heute Morgen, als ich erwachte. Ich hörte die Vögel zwitschern und wusste daher, dass das Wetter nicht all zu schlecht sein kann. Tatsächlich, als ich die Fensterläden öffnete, strahlte mir ein wunderschöner blauer Himmel entgegen. Der perfekte Tag, um einen Spaziergang am Bach neben unserem Hof zu unternehmen.
Ich öffnete die Haustüre und nahm als erstes das Zwitschern der Vögel war. Dies kam mir am heutigen Tag besonders laut vor. Am Bach angekommen, hörte ich das Plätschern des Wassers, welches sich unglaublich beruhigend auf mich auswirkte. Ich folgte dem Bachverlauf und setzte mich auf eine kleine Brücke. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen, also der ideale Ort, um sich völlig auf die Natur zu konzentrieren. Ich sah und hörte verschiedene Vogelarten. Über mir drehte ein Mäusebussard gemütlich seine Runden, zwei Fischreiher flogen mit grossen Flügelschlägen über mich hinweg, auf dem Feld und in den Bäumen krächzten Krähen und weitere kleine Vögelchen unterhielten mich mit ihrem Vogelgezwitscher. Ein leichter Wind wehte mir ins Gesicht. In der Ferne waren ganz leise die Autobahn, ein vorbeifahrender Zug und das Läuten der Kirchenglocken wahrzunehmen. Am Himmel waren grössere und kleine Flugzeuge zu sehen und vor den Bergen befand sich ein aufsteigender Heissluftballon. Ausserdem hatte ich einen wunderbaren Blick auf die hohen schneebedeckten Berge um mich herum. Vor allem der Hohe Kasten und der Säntis waren deutlich zu sehen.
Während dem bewussten Wahrnehmen der Natur wurde mir klar, dass ich nur ein ganz kleiner Teil von ihr bin. Alleine kann ich die Natur kaum beeinflussen, aber auch mit vereinten Kräften und modernster Technologie gelingt es uns nicht immer. Sie besitzt nämlich eine unglaubliche Macht und ist oft unberechenbar. Mit einer wertschätzenden Lebensweise (nachhaltiger Umgang mit der Natur) können wir jedoch gewisse Katastrophen verringern oder sogar verhindern, aber nur, wenn alle Menschen am gleichen Strang ziehen.
Auf der Brücke konnte ich für einige Minuten völlig abschalten. Die Natur nahm mich in ihren Bann und ich fühlte mich frei. Leider musste ich mich früher als gewollt wieder auf den Rückweg machen, um euch mein Naturerlebnis pünktlich mitteilen zu können;)!
Freitag, 28. März 2008
Sonntag, 16. März 2008
Agenda 21 in der Schule umsetzen
Otto Herz schlägt Punkte vor, wie die Agenda 21 in der Schule umgesetzt werden könnte:
- Fachunterricht: Jedes Thema der Agenda 21 kann für Kinder erschlossen werden und in jedes Fach eingeflochten werden
- Fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten: Die Lehrpersonen sollen zusammenarbeiten, in festen Teams um sich zu unterstützen und auch einen Gesamtunterricht formulieren zu können z.B. eine Themenkiste entwerfen, Projekttage zu realisieren etc.
- Assembly: Das Assembly ist eine interne Versammlung der Schule. In dieser Versammlung können die Agenda 21-Themen besprochen werden und es gibt z.B. Präsentationen von den Kindern oder Lehrpersonen.
- Öffentliche Präsentationen: Mit öffentlichen Präsentationen soll die öffentliche Aufmerksamkeit wachsen. So kann z.B. in Grossschaufenstern oder als Umwel-Clown für Aufmerksamkeit gesorgt werden.
- Nachhaltigkeitsaudit im „Haus des Lernens“: Das eigene Schulhaus sollte möglichst ein Vorbild sein und somit muss man die eigene Schule auf ihre Nachhaltigkeit überprüfen.
- Schule und ausserschulische Partner wirken zusammen: Es bringt neue Qualität, wenn die Schule mit ausserschulischen Partnern (Vereine, Verbände) zusammenarbeitet. Die Jugendlichen sollen animiert werden in kleinen Gruppen (z.B. amnesty inertnational) Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen.
- Schulprogramme: In Schulprogrammen bietet sich die Gelegenheit die Ziele der Agenda 21 zu verankern. Es wird festgehalten, wie in der Schule die Punkte der Agenda 21 kennen gelernt werden sollen und wie man lernt diese umzusetzen.
- Internationaler Projekttag: Oft ist die globale Perspektive gedanklich, doch es ist von Vorteil, wenn z.B. an einem internationalen Projekttag die globale Perspektive erlebt wird.
Ich tat mich mit dem Text von Otto Herz etwas schwer, deshalb hab ich für mich die Punkte nochmals etwas zusammengefasst. Ich würde sicher einmal damit beginnen, wie ich die Agenda 21 in den Unterricht einbauen kann. Die eigene Schule auf die Nachhaltigkeit überprüfen, stell ich mir auch sehr spannend vor und würde dies gerne einmal umsetzten.
Den Text von Otto Herz finde ich sehr langfädig und verwirrend geschrieben. Weniger wäre hier mehr gewesen. Der Text animiert mir zu wenig diese Agenda 21 umzusetzen, die Freude und feurige Ideen fehlen. ( Besser um das Agenda-Feuer zu entflammen: Die Bilder und Texte vom Pestalozzischulhaus zu der Projektwoche Agenda 21)
- Fachunterricht: Jedes Thema der Agenda 21 kann für Kinder erschlossen werden und in jedes Fach eingeflochten werden
- Fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten: Die Lehrpersonen sollen zusammenarbeiten, in festen Teams um sich zu unterstützen und auch einen Gesamtunterricht formulieren zu können z.B. eine Themenkiste entwerfen, Projekttage zu realisieren etc.
- Assembly: Das Assembly ist eine interne Versammlung der Schule. In dieser Versammlung können die Agenda 21-Themen besprochen werden und es gibt z.B. Präsentationen von den Kindern oder Lehrpersonen.
- Öffentliche Präsentationen: Mit öffentlichen Präsentationen soll die öffentliche Aufmerksamkeit wachsen. So kann z.B. in Grossschaufenstern oder als Umwel-Clown für Aufmerksamkeit gesorgt werden.
- Nachhaltigkeitsaudit im „Haus des Lernens“: Das eigene Schulhaus sollte möglichst ein Vorbild sein und somit muss man die eigene Schule auf ihre Nachhaltigkeit überprüfen.
- Schule und ausserschulische Partner wirken zusammen: Es bringt neue Qualität, wenn die Schule mit ausserschulischen Partnern (Vereine, Verbände) zusammenarbeitet. Die Jugendlichen sollen animiert werden in kleinen Gruppen (z.B. amnesty inertnational) Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen.
- Schulprogramme: In Schulprogrammen bietet sich die Gelegenheit die Ziele der Agenda 21 zu verankern. Es wird festgehalten, wie in der Schule die Punkte der Agenda 21 kennen gelernt werden sollen und wie man lernt diese umzusetzen.
- Internationaler Projekttag: Oft ist die globale Perspektive gedanklich, doch es ist von Vorteil, wenn z.B. an einem internationalen Projekttag die globale Perspektive erlebt wird.
Ich tat mich mit dem Text von Otto Herz etwas schwer, deshalb hab ich für mich die Punkte nochmals etwas zusammengefasst. Ich würde sicher einmal damit beginnen, wie ich die Agenda 21 in den Unterricht einbauen kann. Die eigene Schule auf die Nachhaltigkeit überprüfen, stell ich mir auch sehr spannend vor und würde dies gerne einmal umsetzten.
Den Text von Otto Herz finde ich sehr langfädig und verwirrend geschrieben. Weniger wäre hier mehr gewesen. Der Text animiert mir zu wenig diese Agenda 21 umzusetzen, die Freude und feurige Ideen fehlen. ( Besser um das Agenda-Feuer zu entflammen: Die Bilder und Texte vom Pestalozzischulhaus zu der Projektwoche Agenda 21)
Donnerstag, 13. März 2008
Agenda 21 und globale Partnerschaft - Elemente der Entwicklung von Schulen
Die Kinder verbringen einen grossen Teil ihrer Zeit in der Schule. Daher ist es eine zentrale Aufgabe der Schule, die Kinder für nachhaltiges Denken und Handeln zu sensibilisieren. Mögliche Vorgehensweisen schlägt Otto Herz in seinem Artikel „Agenda 21 und globale Partnerschaft – Elemente der Entwicklung von Schulen“ vor.
Für Lehrpersonen wichtig zu wissen ist, dass jedes Thema der Agenda 21 mit Kindern behandelt werden kann. Selbst die Kleinen sind nicht zu klein um nachhaltiges Handeln zu erlernen. Je nach Stufe und Zeitpunkt muss das Thema jedoch angepasst werden.
Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, gewisse Vorschläge von Herz im Unterricht umzusetzen. Einige müssen jedoch angepasst werden oder sind für die Primarschule eher weniger geeignet.
Folgende Punkte sind meiner Meinung nach im Unterricht gut umsetzbar:
· Fächerübergreifend unterrichten und das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten ð Projekte anbieten
· Fragen und Forschen
· In reale Begegnungen investieren: Z.B. eine Kerichtverbrennungsanlage besichtigen
· Das eigene Schulhaus auf seine Nachhaltigkeit überprüfen (Schule=Lebenswelt der Kinder)
· Öffentlich Präsentieren: Die Idee finde ich sehr gut, da eine öffentliche Präsentation die Kinder zusätzlich anspornt. Ich frage mich nur, ob die Kaufhäuser wirklich mitmachen würden.
Die folgenden Methoden sind für die Primarstufe weniger geeignet:
· Assembly: Diese Methode finde ich für die Primarschule eher nicht geeignet. Ev. könnte sie in einem kleineren Rahmen (Klasse) in der Mittelstufe durchgeführt werden.
· Auslandaufenthalt: Auch dieser Punkt spricht eher die älteren SchülerInnen an und ist zudem eine Kostenfrage.
Der Artikel hat aufgezeigt, dass man das nachhaltige Handeln der Kinder mit unterschiedlichen Methoden im Unterricht fördern kann. Manche Methoden sind anspruchsvoll und erfordern einen grossen Zeitaufwand oder weitere zusätzliche Ressourcen. Das alles sollte jedoch in Kauf genommen werden, da es nichts Schlimmeres gibt, als Agenda 21 Themen nur auf theoretischer Basis zu behandeln.
Für Lehrpersonen wichtig zu wissen ist, dass jedes Thema der Agenda 21 mit Kindern behandelt werden kann. Selbst die Kleinen sind nicht zu klein um nachhaltiges Handeln zu erlernen. Je nach Stufe und Zeitpunkt muss das Thema jedoch angepasst werden.
Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, gewisse Vorschläge von Herz im Unterricht umzusetzen. Einige müssen jedoch angepasst werden oder sind für die Primarschule eher weniger geeignet.
Folgende Punkte sind meiner Meinung nach im Unterricht gut umsetzbar:
· Fächerübergreifend unterrichten und das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten ð Projekte anbieten
· Fragen und Forschen
· In reale Begegnungen investieren: Z.B. eine Kerichtverbrennungsanlage besichtigen
· Das eigene Schulhaus auf seine Nachhaltigkeit überprüfen (Schule=Lebenswelt der Kinder)
· Öffentlich Präsentieren: Die Idee finde ich sehr gut, da eine öffentliche Präsentation die Kinder zusätzlich anspornt. Ich frage mich nur, ob die Kaufhäuser wirklich mitmachen würden.
Die folgenden Methoden sind für die Primarstufe weniger geeignet:
· Assembly: Diese Methode finde ich für die Primarschule eher nicht geeignet. Ev. könnte sie in einem kleineren Rahmen (Klasse) in der Mittelstufe durchgeführt werden.
· Auslandaufenthalt: Auch dieser Punkt spricht eher die älteren SchülerInnen an und ist zudem eine Kostenfrage.
Der Artikel hat aufgezeigt, dass man das nachhaltige Handeln der Kinder mit unterschiedlichen Methoden im Unterricht fördern kann. Manche Methoden sind anspruchsvoll und erfordern einen grossen Zeitaufwand oder weitere zusätzliche Ressourcen. Das alles sollte jedoch in Kauf genommen werden, da es nichts Schlimmeres gibt, als Agenda 21 Themen nur auf theoretischer Basis zu behandeln.
Mittwoch, 12. März 2008
Nachhaltigkeit in der Schule
Bei der Lektüre des Artikels ist mir aufgefallen, dass Otto Herz möchte, dass die Nachhaltigkeit in der Schule über verschiedene Zugänge erfolgt. Den Kindern sollen die Unterschiede, die es zwischen den Lebenswelten der Bevölkerung gibt, aufgezeigt werden. Es ist wichtig, dass Emotionen angesprochen werden. Die Kinder sollten jedoch durch diese Bemühungen nicht geschockt werden.
Meiner Meinung nach ist es von Bedeutung, dass die Themen der Nachhaltigkeit im Unterricht eng mit dem Alltag, der Lebenswelt der Kinder verknüpft werden. Sonst besteht die Gefahr, dass der Inhalt für die Kinder zu abstrakt ist und sie so kein Interesse entwickeln können. Es macht sicherlich Sinn, die unterschiedlichen Inhalte auf die verschiedenen Schuljahre zu verteilen. Es genügt bestimmt nicht, wenn mit den Kindern einmal über Nachhaltigkeit gesprochen wird. Fächerübergreifender Unterricht ist bei diesen Themen bestimmt sinnvoll, so können diese von verschiedenen Seiten beleuchtet werden.
Otto Herz bringt den Vorschlag, dass die Lehrperson mit den Schülerinnen und Schülern das eigene Schulhaus unter die Lupe nimmt. Dies klingt spannend. Eine konkrete Umsetzung stelle ich mir allerdings recht anspruchsvoll vor.
Meines Erachtens ist es wichtig, dass die Lehrperson in ihrem Unterricht berücksichtigt, dass die Kinder aus verschiedenen Elternhäusern kommen. Dies sollte in den Unterricht mit ein fliessen, damit sich die Kinder auch ernst genommen fühlen.
Ein sehr geeignetes konkretes Thema erscheint mir „Abfall“. Da bringen die Kinder bestimmt schon einiges mit. Das Gelernte ist in ihrem Alltag direkt umsetzbar.
Meiner Meinung nach ist es von Bedeutung, dass die Themen der Nachhaltigkeit im Unterricht eng mit dem Alltag, der Lebenswelt der Kinder verknüpft werden. Sonst besteht die Gefahr, dass der Inhalt für die Kinder zu abstrakt ist und sie so kein Interesse entwickeln können. Es macht sicherlich Sinn, die unterschiedlichen Inhalte auf die verschiedenen Schuljahre zu verteilen. Es genügt bestimmt nicht, wenn mit den Kindern einmal über Nachhaltigkeit gesprochen wird. Fächerübergreifender Unterricht ist bei diesen Themen bestimmt sinnvoll, so können diese von verschiedenen Seiten beleuchtet werden.
Otto Herz bringt den Vorschlag, dass die Lehrperson mit den Schülerinnen und Schülern das eigene Schulhaus unter die Lupe nimmt. Dies klingt spannend. Eine konkrete Umsetzung stelle ich mir allerdings recht anspruchsvoll vor.
Meines Erachtens ist es wichtig, dass die Lehrperson in ihrem Unterricht berücksichtigt, dass die Kinder aus verschiedenen Elternhäusern kommen. Dies sollte in den Unterricht mit ein fliessen, damit sich die Kinder auch ernst genommen fühlen.
Ein sehr geeignetes konkretes Thema erscheint mir „Abfall“. Da bringen die Kinder bestimmt schon einiges mit. Das Gelernte ist in ihrem Alltag direkt umsetzbar.
Montag, 10. März 2008
Feedback 1
Liebe Studierende
Nach drei Wochenimpulsen und den entsprechenden Posts melde ich mich einmal bei Ihnen. Mit grossem Interesse habe ich Ihr Schreiben verfolgt und habe nun insgesamt etwa 60 Posts gelesen. Ganz unterschiedlich kommen sie daher, manche ausführlich und gut untermauert durch Recherchierarbeit , andere kurz und bündig und etwas gar allgemein gehalten, wieder andere mit nachvollziehbaren Beispielen konkret auf die eigene Situation und das eigene Verhalten bezogen. Auf jeden Fall kommt mir vor, als hätten diese drei Wochen doch wichtige Bewusstseinsimpulse bei Ihnen ausgelöst (stimmt’s?). Es fallen Ihnen Tatsachen, Situationen und Gegebenheiten neu und anders auf, die Sie vorher vermutlich nicht beachtet haben. Mit Kopf und Herz (und Hand?) sind Sie auf die Fragen der Nachhaltigkeit eingestimmt.
Gut gefallen hat mir, dass Sie auch immer wieder versuchen, das gesamte Nachhaltigkeitsdreieck mit allen drei Pfeilern ins Spiel zu bringen (Beispiele bei der neuen Strategie der ETH oder beim Coop). Geht diese Balance vergessen, landen wir wieder bei reinen Umweltargumenten, bei Fragen von Profit und Wachstum oder „nur“ der sozialen Frage und den unterschiedlichen Lebensformen. Dabei bedingen sich die drei und müssen aufeinander bezogen bleiben. Auch wenn am Ende trotz technischer Innovationen und Effizienzsteigerung die Lebensgrundlagen und damit die Ressourcen- und Energiefrage den Ausschlag geben (ich gehe nicht davon aus, dass Spaceship Earth oder die Besiedelung eines anderen Planeten eine realistische Alternative sein wird).
Ich habe gemerkt, dass bei Ihren Posts vieles aufscheint, was mich auch beschäftigt. Auf einen Punkt möchte ich dabei kurz eingehen:Wir wissen zwar um die Zerstörungen, die sozialen Probleme, die Ungerechtigkeiten hier und andernorts in der Welt und sind in der Lage, die unbequeme Wahrheit eigentlich ganz gut zu sehen. Gleichzeitig richten wir unser Verhalten doch nur bedingt auf diese Tatsache ein. Das ist mir bei den Mentoratsbesuchen jüngst so gegangen. Mich tröstend, dass ich ja einen Hybrid fahre und somit doch „besser“ bin als viele, habe ich mich in zwei Fällen ins Auto gesetzt und mir eine zusätzliche halbe Stunde Schlaf gegönnt. Das war in dem Moment Lebensqualität und hat mir keine schlaflose Nacht beschert. Längst habe ich gelernt, dass niemand zu 100% konsequent sein kann. Dennoch frage ich mich mit manchen von Ihnen immer wieder neu, ob das reicht, was man selber tut, vor allem, wenn die Ergebnisse einer konkreten Veränderung nicht gleich sichtbar werden.Dann ist die Gefahr gross, manches wieder aufzugeben und den bequemen Weg zu gehen, wegzuschauen und zu verdrängen. Dann hilft mir jeweils, dass ich mir die Weggefährtinnen und Weggefährten in Erinnerung rufe, die hier und jetzt mit mir auf diesem wunderbaren Planeten unterwegs sind und entschlossen sind, sich dafür einzusetzen, dass er lebenswert bleibt auch für diejenigen, die nach uns kommen. Dann habe ich wieder Mumm weiterzumachen.
Alles Gute Ihnen, bei der Suche nach gerechtem Kaffee, nach saisonalen Pordukten, nach echter Lebensqualität, beim Kleiderkauf (siehe auch www.cleanclothes.ch ) oder bei zeitweiligem frohem Verzicht, beim konsequenten Abfalltrennen oder wo auch immer!
Gespannt auf die weiteren Beiträge grüsse ich Sie herzlich
Ihre Blogbetreuerin
U.Frischknecht
Nach drei Wochenimpulsen und den entsprechenden Posts melde ich mich einmal bei Ihnen. Mit grossem Interesse habe ich Ihr Schreiben verfolgt und habe nun insgesamt etwa 60 Posts gelesen. Ganz unterschiedlich kommen sie daher, manche ausführlich und gut untermauert durch Recherchierarbeit , andere kurz und bündig und etwas gar allgemein gehalten, wieder andere mit nachvollziehbaren Beispielen konkret auf die eigene Situation und das eigene Verhalten bezogen. Auf jeden Fall kommt mir vor, als hätten diese drei Wochen doch wichtige Bewusstseinsimpulse bei Ihnen ausgelöst (stimmt’s?). Es fallen Ihnen Tatsachen, Situationen und Gegebenheiten neu und anders auf, die Sie vorher vermutlich nicht beachtet haben. Mit Kopf und Herz (und Hand?) sind Sie auf die Fragen der Nachhaltigkeit eingestimmt.
Gut gefallen hat mir, dass Sie auch immer wieder versuchen, das gesamte Nachhaltigkeitsdreieck mit allen drei Pfeilern ins Spiel zu bringen (Beispiele bei der neuen Strategie der ETH oder beim Coop). Geht diese Balance vergessen, landen wir wieder bei reinen Umweltargumenten, bei Fragen von Profit und Wachstum oder „nur“ der sozialen Frage und den unterschiedlichen Lebensformen. Dabei bedingen sich die drei und müssen aufeinander bezogen bleiben. Auch wenn am Ende trotz technischer Innovationen und Effizienzsteigerung die Lebensgrundlagen und damit die Ressourcen- und Energiefrage den Ausschlag geben (ich gehe nicht davon aus, dass Spaceship Earth oder die Besiedelung eines anderen Planeten eine realistische Alternative sein wird).
Ich habe gemerkt, dass bei Ihren Posts vieles aufscheint, was mich auch beschäftigt. Auf einen Punkt möchte ich dabei kurz eingehen:Wir wissen zwar um die Zerstörungen, die sozialen Probleme, die Ungerechtigkeiten hier und andernorts in der Welt und sind in der Lage, die unbequeme Wahrheit eigentlich ganz gut zu sehen. Gleichzeitig richten wir unser Verhalten doch nur bedingt auf diese Tatsache ein. Das ist mir bei den Mentoratsbesuchen jüngst so gegangen. Mich tröstend, dass ich ja einen Hybrid fahre und somit doch „besser“ bin als viele, habe ich mich in zwei Fällen ins Auto gesetzt und mir eine zusätzliche halbe Stunde Schlaf gegönnt. Das war in dem Moment Lebensqualität und hat mir keine schlaflose Nacht beschert. Längst habe ich gelernt, dass niemand zu 100% konsequent sein kann. Dennoch frage ich mich mit manchen von Ihnen immer wieder neu, ob das reicht, was man selber tut, vor allem, wenn die Ergebnisse einer konkreten Veränderung nicht gleich sichtbar werden.Dann ist die Gefahr gross, manches wieder aufzugeben und den bequemen Weg zu gehen, wegzuschauen und zu verdrängen. Dann hilft mir jeweils, dass ich mir die Weggefährtinnen und Weggefährten in Erinnerung rufe, die hier und jetzt mit mir auf diesem wunderbaren Planeten unterwegs sind und entschlossen sind, sich dafür einzusetzen, dass er lebenswert bleibt auch für diejenigen, die nach uns kommen. Dann habe ich wieder Mumm weiterzumachen.
Alles Gute Ihnen, bei der Suche nach gerechtem Kaffee, nach saisonalen Pordukten, nach echter Lebensqualität, beim Kleiderkauf (siehe auch www.cleanclothes.ch ) oder bei zeitweiligem frohem Verzicht, beim konsequenten Abfalltrennen oder wo auch immer!
Gespannt auf die weiteren Beiträge grüsse ich Sie herzlich
Ihre Blogbetreuerin
U.Frischknecht
Tomaten-Dilemma
Ich stand im Supermarkt beim Gemüseregal und befand mich in einem Dilemma. Als aufmerksame Konsumentin kaufe ich möglichst Produkte aus der näheren Umgebung und wenn es mein Budget zulässt, kaufe ich Bio ein. An diesem Abend hatte ich jemanden zu Besuch und wollte untern anderem meinen feinen Tomatenmozarella-Salat mit selbstgemachter Sauce auftischen. Da stand ich also im Laden und verglich die Tomaten untereinander.
Es gab eine Aktion aus Marokko und Tomaten aus Spanien aus dem Gewächshaus. Ich fragte mich, was jetzt wohl sinnvoller, ökologischer ist. Tomaten aus der Schweiz gibt es nicht, wir haben keine Saison. Die Gewächshäuser in Spanien brauchen sicher viel Strom für die Bewässerungsanlage und der Wasserverbrauch ist enorm. Die Arbeitsbedingungen dieser Arbeiter und Arbeiterinnen sind nicht wirklich rosig. Ich habe einmal eine Reportage darüber gesehen. Viele Arbeiter kommen aus Afrika, müssen unmenschlich viele Stunden arbeiten und leben direkt neben den Gewächshäuser in unwürdigen Behausungen. Meistens gibt es nur an einem Brunnen Wasser und mehrere Personen teilen sich kleinste Räume.
Bei den Tomaten aus Marokko war da sicher einmal ein weiter Transport und ich hatte keine Ahnung wie die Tomaten angepflanzt wurden. Womöglich brauchte es da auch sehr viel Wasser um die Bewässerung zu gewährleisten. Ich habe keinen Hinweis wie die Arbeiterinnen und Arbeiter bezahlt werden.
Die Aktion Marokko-Tomaten war halb so teuer wie die Tomaten aus Spanien. Ich kaufte schliesslich die Tomaten aus Spanien. Im Nachhinein überlegte ich mir: Wieso? Ich weiss ungefähr wie diese Tomaten angebaut worden sind, nicht wirklich was ich unterstützen möchte. Ob der höhere Preis mich getäuscht hatte und ich der Illusion erlegen bin, da bekommen die Bauern mehr Geld?
Nach längerem Nachdenken muss ich zugeben: Absolut sinnvoll und ökologisch wäre gewesen, wenn ich auf den Tomatenmozarella-Salat verzichtet hätte und einen Saisonsalat bevorzugt hätte. Mir ist aufgefallen, dass wir viel zu wenig wissen über die Produkte aus anderen Ländern. Trotz vielen Logos und Hinweisen kann ich oft bei einem Produkt nicht sagen, wie viel Energie jetzt aufgewendet wurde, bis da Produkt bei mir in der Einkaufstasche landet.
Es gab eine Aktion aus Marokko und Tomaten aus Spanien aus dem Gewächshaus. Ich fragte mich, was jetzt wohl sinnvoller, ökologischer ist. Tomaten aus der Schweiz gibt es nicht, wir haben keine Saison. Die Gewächshäuser in Spanien brauchen sicher viel Strom für die Bewässerungsanlage und der Wasserverbrauch ist enorm. Die Arbeitsbedingungen dieser Arbeiter und Arbeiterinnen sind nicht wirklich rosig. Ich habe einmal eine Reportage darüber gesehen. Viele Arbeiter kommen aus Afrika, müssen unmenschlich viele Stunden arbeiten und leben direkt neben den Gewächshäuser in unwürdigen Behausungen. Meistens gibt es nur an einem Brunnen Wasser und mehrere Personen teilen sich kleinste Räume.
Bei den Tomaten aus Marokko war da sicher einmal ein weiter Transport und ich hatte keine Ahnung wie die Tomaten angepflanzt wurden. Womöglich brauchte es da auch sehr viel Wasser um die Bewässerung zu gewährleisten. Ich habe keinen Hinweis wie die Arbeiterinnen und Arbeiter bezahlt werden.
Die Aktion Marokko-Tomaten war halb so teuer wie die Tomaten aus Spanien. Ich kaufte schliesslich die Tomaten aus Spanien. Im Nachhinein überlegte ich mir: Wieso? Ich weiss ungefähr wie diese Tomaten angebaut worden sind, nicht wirklich was ich unterstützen möchte. Ob der höhere Preis mich getäuscht hatte und ich der Illusion erlegen bin, da bekommen die Bauern mehr Geld?
Nach längerem Nachdenken muss ich zugeben: Absolut sinnvoll und ökologisch wäre gewesen, wenn ich auf den Tomatenmozarella-Salat verzichtet hätte und einen Saisonsalat bevorzugt hätte. Mir ist aufgefallen, dass wir viel zu wenig wissen über die Produkte aus anderen Ländern. Trotz vielen Logos und Hinweisen kann ich oft bei einem Produkt nicht sagen, wie viel Energie jetzt aufgewendet wurde, bis da Produkt bei mir in der Einkaufstasche landet.
Mittwoch, 5. März 2008
Woher kommt mein Kaffee?
Wenn ich einen Kaffee geniesse, frage ich mich selten, wie er entstanden ist und woher er kommt.
Nun möchte ich diesem einmal auf den Grund gehen.
Es gibt verschiedene Länder, in welchen Kaffeebäume wachsen. Sie benötigen ein tropisches Klima (Durchschnittstemperatur von 18 bis 22 Grad) und viel Feuchtigkeit. Kaffee ist ein bedeutendes Welthandelsprodukt. Die jährliche Weltkaffeeproduktion liegt bei ca. 100 Mio. Sack Rohkaffe zu je 60 kg.
Wenn die Blütezeit vorbei ist, beginnt die Frucht zu reifen. Die reife Frucht hat einen Durchmesser von ungefähr 1,5 cm. Dieses Aussehen gab der reifen Frucht den Namen Kaffeekirsche. Bei einem Schnitt durch die Kaffeekirsche haben wir fünf Schichten: Fruchthülle, Fruchtfleisch, Hülse, Silberhaut und schliesslich die Kaffeebohne. In einer Kaffeekirsche findet man zwei Kaffeebohnen, paarig im Fruchtfleisch eingebettet. Der Ertrag eines Kaffeebaumes schwankt zwischen 400 und 2000 Gramm Arabica- und zwischen 600 und 2200 Gramm Robusta-Kaffeebohnen. Wie gross der Arbeitsaufwand bei der Ernte ist, sieht man daran, dass für 500 g Kaffeebohnen 2,5 kg Kaffeekirschen gepflückt werden müssen.
Es gibt zwei verschiedene Aufbereitungsformen von Kaffee, die Trockene und die Nasse. Diese hängen jeweils von den Verhältnissen ab.
Nach dieser Aufbereitung ist die Kaffeebohne bereit, geröstet zu werden. Der Kaffee wird während dem Rösten in der Rösttrommel bei ca. 250 bis 280 Grad ständig mittels einer Drehtrommel in Bewegung gehalten. Die Bohnen verändern sich durch das Rösten chemisch. Rohkaffeebohnen haben sozusagen keinen Geschmack und strahlen nur oberflächlich gewisse Aromen aus, die sich aber beim Rösten vollständig entwickeln. Durch die Einwirkung der hohen Temperatur wird zuerst aller Fruchtzucker caramelisiert. Dadurch entsteht auch die braune Farbe des Kaffeegetränkes.
Der Kaffee muss natürlich noch transportiert werden. Es sind also sehr viele Leute und Maschinen an diesen Vorgängen beteiligt, was mich sehr beeindruckt. Oft trinken wir einfach einen Kaffee und denken gar nicht, wie dieser eigentlich entstanden ist.
Nun möchte ich diesem einmal auf den Grund gehen.
Es gibt verschiedene Länder, in welchen Kaffeebäume wachsen. Sie benötigen ein tropisches Klima (Durchschnittstemperatur von 18 bis 22 Grad) und viel Feuchtigkeit. Kaffee ist ein bedeutendes Welthandelsprodukt. Die jährliche Weltkaffeeproduktion liegt bei ca. 100 Mio. Sack Rohkaffe zu je 60 kg.
Wenn die Blütezeit vorbei ist, beginnt die Frucht zu reifen. Die reife Frucht hat einen Durchmesser von ungefähr 1,5 cm. Dieses Aussehen gab der reifen Frucht den Namen Kaffeekirsche. Bei einem Schnitt durch die Kaffeekirsche haben wir fünf Schichten: Fruchthülle, Fruchtfleisch, Hülse, Silberhaut und schliesslich die Kaffeebohne. In einer Kaffeekirsche findet man zwei Kaffeebohnen, paarig im Fruchtfleisch eingebettet. Der Ertrag eines Kaffeebaumes schwankt zwischen 400 und 2000 Gramm Arabica- und zwischen 600 und 2200 Gramm Robusta-Kaffeebohnen. Wie gross der Arbeitsaufwand bei der Ernte ist, sieht man daran, dass für 500 g Kaffeebohnen 2,5 kg Kaffeekirschen gepflückt werden müssen.
Es gibt zwei verschiedene Aufbereitungsformen von Kaffee, die Trockene und die Nasse. Diese hängen jeweils von den Verhältnissen ab.
Nach dieser Aufbereitung ist die Kaffeebohne bereit, geröstet zu werden. Der Kaffee wird während dem Rösten in der Rösttrommel bei ca. 250 bis 280 Grad ständig mittels einer Drehtrommel in Bewegung gehalten. Die Bohnen verändern sich durch das Rösten chemisch. Rohkaffeebohnen haben sozusagen keinen Geschmack und strahlen nur oberflächlich gewisse Aromen aus, die sich aber beim Rösten vollständig entwickeln. Durch die Einwirkung der hohen Temperatur wird zuerst aller Fruchtzucker caramelisiert. Dadurch entsteht auch die braune Farbe des Kaffeegetränkes.
Der Kaffee muss natürlich noch transportiert werden. Es sind also sehr viele Leute und Maschinen an diesen Vorgängen beteiligt, was mich sehr beeindruckt. Oft trinken wir einfach einen Kaffee und denken gar nicht, wie dieser eigentlich entstanden ist.
Vernetzungen entdecken
Heute Morgen während der Pause trank ich, wie fast jeden Tag, einen Kaffee aus der Kaffeemaschine der Mensa Mariaberg. Dabei machte ich mir natürlich keine Gedanken darüber, woher der Kaffee überhaupt kommt und wer dafür gearbeitet hat, dass ich meinen Kaffee trinken kann. Ich habe den Kaffee einfach nur konsumiert, was meiner Meinung nach fast alle Menschen mit allem, was gerade da ist, tun. Wenn ich mir dies nun aber überlege, so merke ich, dass die Bohnen zuerst einmal geerntet und getrocknet werden müssen. Anschliessend werden sie in unser Land transportiert, geröstet, verpackt und verkauft. Es steckt also ein grosser Aufwand und viel körperliche Arbeit dahinter.
Kaum jemand stellt sich aber wohl die Frage, in welchen Verhältnissen die Menschen, wie zum Beispiel die Kaffeebauern, leben (müssen). Ich glaube, dass es in unserem Leben ein Automatismus geworden ist, sich nicht zu fragen woher etwas kommt. Alltägliche Dinge werden einfach konsumiert.
In meinem Diplompraktikum behandelte ich im Mensch und Umwelt Unterricht mit den Kindern das Thema Schokolade. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Kinder ebenfalls meist nur konsumieren, ohne sich fragen was hinter den Dingen steckt. Dies ist für mich verständlich, weil sie die Erwachsenen zum Vorbild haben.
Als Konsequenz ziehe ich daraus, dass die Kinder lernen müssen, auch unsere alltäglichen Dinge nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Ich glaube, dass es in erster Linie darum geht, dass sie sich überhaupt fragen, woher etwas kommt oder wie etwas genau funktioniert. Hier müssen meiner Meinung nach die Gedankengänge der Kinder geändert werden, damit sich irgendwann einmal etwas ändert. Natürlich geht es nicht darum, den Kindern eine Meinung aufzudrängen. Sie sollen sich immer noch selbst eine Meinung bilden können, aber sie sollten sich bewusst werden, was sie tun und es nicht einfach nur tun.
Nachhaltige Entwicklung in den Medien
Vor nicht langer Zeit habe ich im Fernsehen eine Sendung gesehen, bei der es darum ging herauszufinden, wer am schnellsten an einem gewissen Ort ist. Am "Rennen" nahmen ein Velofahrer, ein City-Parcourer, ein Autofahrer und eine Person, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr, teil. Die Strecke betrug weniger als sechs Kilometer. Zuerst im Ziel war der Radfahrer, gefolgt vom Autofahrer. Anschliessend traf der City-Parcourer ein und zum Schluss die Person, welche die öffentlichen Verkehrsmittel benutzte. Der Velofahrer sowie der City-Parcourer haben nichts bezahlt. Das Auto aber billiger als die öffentlichen Verkehrsmittel und zudem schneller. Nur hatte es einen grösseren CO2-Ausstoss.
Ich fand die Sendung sehr spannend und vor allem überraschte mich das Resultat, dass der Radfahrer gewonnen hatte. Was mich hingegen nicht überraschte, war, dass der Autofahrer erstens schneller war und zweitens auch noch weniger bezahlen musste. Obwohl die Sendung aus Deutschland stammte, sieht es hier in der Schweiz kaum anders aus.
Für mich ergibt sich daraus, dass sich das Velo für kurze Strecken und in Städten sehr lohnt, da es erstens absolut umweltfreundlich ist, zweitens schneller ist als alle anderen Verkehrsmittel und drittens gar nichts kostet. Auf Strecken über sechs Kilometer frage ich mich aber schon, ob es sich überhaupt lohnt die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Aus der Sicht der Nachhaltigen Entwicklung auf jeden Fall. Die Frage ist nur, ob der Preis dafür nicht zu hoch ist. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlt man mehr und kommt dabei noch später am Ziel an.
Der Weg der Banane
Ich versuche möglichst genau zu beschreiben durch welche Hände die Chiquita Banane, welche ich heute Morgen gegessen habe, gegangen ist.
Der Weg meiner Banane beginnt auf einer riesigen Plantage in Costa Rica. Zuerst wird eine Bananestaude gepflanzt. Sobald Babybananen zu sehen sind, werden diese in blaue Tüten eingepackt, die mit Insektiziden imprägniert sind. Ausserdem werden sie anhand eines satellitengesteuerten Hubschraubers zum Beispiel mit einem Antipilzmittel besprayt. Nach einer gewissen Zeit findet die Reifeprüfung statt. Die Männer messen, ob meine Banane die richtige Dicke hat. Danach werden die Bananenbündel in 3-er Teams geerntet. Die Pflanze wird mit der Machete eingekerbt und geknickt, da man für den nächsten Schössling nur noch die Wurzelknolle braucht. Schaumstoffteile werden zwischen die einzelnen Bananen gelegt, damit es keine Druckstellen und somit keine braunen Flecken gibt. Danach werden die ganzen Bananenbündel abgeschlagen und auf der Schulter eines Mitarbeiters bis zur Bananenautobahn (Lift) transportiert. Von dort zieht ein weiterer Mitarbeiter den 500 kg schweren Bananenlift hinter sich her. 20 km ist die weiteste Strecke, die die Arbeiter mit einer Fuhre zurücklegen müssen. Nach der Fahrt mit dem Bananenlift wird meine Banane von Blütenblättern befreit. Die Bündel fahren nun über eine Waage, damit überprüft werden kann, wie viel jedes Ernteteam eingebracht hat. Danach werden die Bündel in so genannte Hände zerteilt. Die Plastiktüten, in denen die Bündel eingepackt waren werden z.B. zu Baumaterial recycelt. Von einem weiteren Mitarbeiter werden Stichproben in der Qualitätskontrolle überprüft. Die dicke der Banane muss genau 3 cm betragen und die Bananenlänge 27 cm. Von Mitarbeiterinnen werden die Bananenhände noch einmal zerkleinert (so kaufen wir sie schlussendlich im Supermarkt). Ausserdem sortieren sie unbrauchbare Teile aus oder Bananen, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen. Aus diesen Bananen wird zum Beispiel Babynahrung hergestellt. Danach geht meine Bananen eine Runde schwimmen, damit die Insekten und der Milchsaft im Innern der Banane entfernt werden. Nach dem Bad kontrollieren Mitarbeiterinnen, ob die Bananen gut aussortiert wurden. Wenn alles in Ordnung ist bekommt meine Banane den Markenaufkleber Chiquita und wird in einer Bananenkiste verpackt, die von Hand gefaltet, geklebt und gepresst wurde. Die Kisten werden nun in den Kühllaster geladen und zum Hafen transportiert. Im Hafen angelangt werden sie so schnell als möglich vom Kühllaster ins Schiff umgeladen. 30 Stunden dauert es, bis das Schiff beladen ist und die Bananen in den Kühlräumen untergebracht worden sind. Während der Fahrt überprüfen die Ingenieure permanent die Temperatur in den Kühlräumen. Am Zielort wird das Schiff wieder entladen. Bevor meine Banane in die Reiferei kommt, wird sie im Hafengebäude zwischengelagert. Später werden die Bananen in die Reifekammern transportiert, eng gestapelt und reifen dort mit Hilfe des Gases Äthylen. Innerhalb von 4-6 Tagen wird meine Banane schön gelb. Die Reise geht nun weiter zu den Grossverteilern und den Supermärkten. Meine Chiquita Banane habe ich im Rebsteiner Markt gekauft. Nachdem ich das Fruchtfleisch heute Morgen gegessen habe, ist die Bananenschale auf dem Kompost gelandet. Somit endet die Reise meiner Banane in Rebstein.
Erkenntnis: Es ist mir klar geworden, wie viel Arbeit dahinter steckt, bis ich die Banane im Supermarkt kaufen kann. Viele Menschen tragen dazu bei, dass die Banane schlussendlich die perfekte gelbe Farbe erhält. Beim Ernten der Bananen vollbringen die Arbeiter knochenharte Arbeit unter grosser Hitze. Ausserdem verdienen die Plantagenarbeiter sehr wenig. Das meiste Geld geht an die Supermärkte (Einzelhändler). Es wird auch darauf geachtet, dass möglichst wenig Abfälle produziert werden. Zum Beispiel werden die blauen Tüten zu Baumaterial recycelt und die nicht dem Schönheitsideal entsprechenden Bananen werden zu Babybrei verarbeitet. Wenn ich ab jetzt in eine Banane beisse, sehe ich die Arbeit, die dahinter steckt.
Der Weg meiner Banane beginnt auf einer riesigen Plantage in Costa Rica. Zuerst wird eine Bananestaude gepflanzt. Sobald Babybananen zu sehen sind, werden diese in blaue Tüten eingepackt, die mit Insektiziden imprägniert sind. Ausserdem werden sie anhand eines satellitengesteuerten Hubschraubers zum Beispiel mit einem Antipilzmittel besprayt. Nach einer gewissen Zeit findet die Reifeprüfung statt. Die Männer messen, ob meine Banane die richtige Dicke hat. Danach werden die Bananenbündel in 3-er Teams geerntet. Die Pflanze wird mit der Machete eingekerbt und geknickt, da man für den nächsten Schössling nur noch die Wurzelknolle braucht. Schaumstoffteile werden zwischen die einzelnen Bananen gelegt, damit es keine Druckstellen und somit keine braunen Flecken gibt. Danach werden die ganzen Bananenbündel abgeschlagen und auf der Schulter eines Mitarbeiters bis zur Bananenautobahn (Lift) transportiert. Von dort zieht ein weiterer Mitarbeiter den 500 kg schweren Bananenlift hinter sich her. 20 km ist die weiteste Strecke, die die Arbeiter mit einer Fuhre zurücklegen müssen. Nach der Fahrt mit dem Bananenlift wird meine Banane von Blütenblättern befreit. Die Bündel fahren nun über eine Waage, damit überprüft werden kann, wie viel jedes Ernteteam eingebracht hat. Danach werden die Bündel in so genannte Hände zerteilt. Die Plastiktüten, in denen die Bündel eingepackt waren werden z.B. zu Baumaterial recycelt. Von einem weiteren Mitarbeiter werden Stichproben in der Qualitätskontrolle überprüft. Die dicke der Banane muss genau 3 cm betragen und die Bananenlänge 27 cm. Von Mitarbeiterinnen werden die Bananenhände noch einmal zerkleinert (so kaufen wir sie schlussendlich im Supermarkt). Ausserdem sortieren sie unbrauchbare Teile aus oder Bananen, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen. Aus diesen Bananen wird zum Beispiel Babynahrung hergestellt. Danach geht meine Bananen eine Runde schwimmen, damit die Insekten und der Milchsaft im Innern der Banane entfernt werden. Nach dem Bad kontrollieren Mitarbeiterinnen, ob die Bananen gut aussortiert wurden. Wenn alles in Ordnung ist bekommt meine Banane den Markenaufkleber Chiquita und wird in einer Bananenkiste verpackt, die von Hand gefaltet, geklebt und gepresst wurde. Die Kisten werden nun in den Kühllaster geladen und zum Hafen transportiert. Im Hafen angelangt werden sie so schnell als möglich vom Kühllaster ins Schiff umgeladen. 30 Stunden dauert es, bis das Schiff beladen ist und die Bananen in den Kühlräumen untergebracht worden sind. Während der Fahrt überprüfen die Ingenieure permanent die Temperatur in den Kühlräumen. Am Zielort wird das Schiff wieder entladen. Bevor meine Banane in die Reiferei kommt, wird sie im Hafengebäude zwischengelagert. Später werden die Bananen in die Reifekammern transportiert, eng gestapelt und reifen dort mit Hilfe des Gases Äthylen. Innerhalb von 4-6 Tagen wird meine Banane schön gelb. Die Reise geht nun weiter zu den Grossverteilern und den Supermärkten. Meine Chiquita Banane habe ich im Rebsteiner Markt gekauft. Nachdem ich das Fruchtfleisch heute Morgen gegessen habe, ist die Bananenschale auf dem Kompost gelandet. Somit endet die Reise meiner Banane in Rebstein.
Erkenntnis: Es ist mir klar geworden, wie viel Arbeit dahinter steckt, bis ich die Banane im Supermarkt kaufen kann. Viele Menschen tragen dazu bei, dass die Banane schlussendlich die perfekte gelbe Farbe erhält. Beim Ernten der Bananen vollbringen die Arbeiter knochenharte Arbeit unter grosser Hitze. Ausserdem verdienen die Plantagenarbeiter sehr wenig. Das meiste Geld geht an die Supermärkte (Einzelhändler). Es wird auch darauf geachtet, dass möglichst wenig Abfälle produziert werden. Zum Beispiel werden die blauen Tüten zu Baumaterial recycelt und die nicht dem Schönheitsideal entsprechenden Bananen werden zu Babybrei verarbeitet. Wenn ich ab jetzt in eine Banane beisse, sehe ich die Arbeit, die dahinter steckt.
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