Donnerstag, 13. März 2008

Agenda 21 und globale Partnerschaft - Elemente der Entwicklung von Schulen

Die Kinder verbringen einen grossen Teil ihrer Zeit in der Schule. Daher ist es eine zentrale Aufgabe der Schule, die Kinder für nachhaltiges Denken und Handeln zu sensibilisieren. Mögliche Vorgehensweisen schlägt Otto Herz in seinem Artikel „Agenda 21 und globale Partnerschaft – Elemente der Entwicklung von Schulen“ vor.

Für Lehrpersonen wichtig zu wissen ist, dass jedes Thema der Agenda 21 mit Kindern behandelt werden kann. Selbst die Kleinen sind nicht zu klein um nachhaltiges Handeln zu erlernen. Je nach Stufe und Zeitpunkt muss das Thema jedoch angepasst werden.

Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, gewisse Vorschläge von Herz im Unterricht umzusetzen. Einige müssen jedoch angepasst werden oder sind für die Primarschule eher weniger geeignet.

Folgende Punkte sind meiner Meinung nach im Unterricht gut umsetzbar:

· Fächerübergreifend unterrichten und das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten ð Projekte anbieten
· Fragen und Forschen
· In reale Begegnungen investieren: Z.B. eine Kerichtverbrennungsanlage besichtigen
· Das eigene Schulhaus auf seine Nachhaltigkeit überprüfen (Schule=Lebenswelt der Kinder)
· Öffentlich Präsentieren: Die Idee finde ich sehr gut, da eine öffentliche Präsentation die Kinder zusätzlich anspornt. Ich frage mich nur, ob die Kaufhäuser wirklich mitmachen würden.

Die folgenden Methoden sind für die Primarstufe weniger geeignet:

· Assembly: Diese Methode finde ich für die Primarschule eher nicht geeignet. Ev. könnte sie in einem kleineren Rahmen (Klasse) in der Mittelstufe durchgeführt werden.
· Auslandaufenthalt: Auch dieser Punkt spricht eher die älteren SchülerInnen an und ist zudem eine Kostenfrage.

Der Artikel hat aufgezeigt, dass man das nachhaltige Handeln der Kinder mit unterschiedlichen Methoden im Unterricht fördern kann. Manche Methoden sind anspruchsvoll und erfordern einen grossen Zeitaufwand oder weitere zusätzliche Ressourcen. Das alles sollte jedoch in Kauf genommen werden, da es nichts Schlimmeres gibt, als Agenda 21 Themen nur auf theoretischer Basis zu behandeln.

4 Kommentare:

Zora hat gesagt…

Ich glaube auch, dass nicht alles, das im Artikel beschrieben wird, direkt umsetzbar ist.
Ob die Kaufhäuser bei einer öffentlichen Präsentation mitmachen würden, weiss ich auch nicht. Einige Kaufhäuser würden es sicherlich als gute Gelegenheit nützen, sich in der Öffentlichkeit hachhaltig zu präsentieren. Ich denke aber, dass solche Präsentationen für die Kinder sehr schwierig sein können, da sie wirklich kompetent Fragen beantworten können müssten. Diese Methode kann ich mir nur mit Mittelschülerinnen und Mittelschülern vorstellen.

Anonym hat gesagt…

Ich finde es schön, wie du aufzeigst, welche Punkte sich für die Primarschule adaptieren lassen. Jedoch finde ich es auch wichtig, dass man neben den Agenda 21 Aktionen auch die eigene Vorbildfunktion wahrnimmt. Ich denke es ist daher auch sehr wichtg, ein umweltbewusstes Handlen vorzuleben. Denn die Schüler und Schülerinnen übernehmen teilweise auch die Einstellungen der Lehrkraft. Ich denke mit geeigneten Projekten und einer gebührenden Einstellung der Lehrperson gegenüber den Umweltproblemen liesse sich im Bereich Nachhaltiger Entwicklung viel erreichen.

Aimi hat gesagt…

Wie du bin ich unsicher, ob die Kaufhäuser wirklich mitmachen würden, aber ich würde zum Beispiel bereits eine Ausstellung für die Eltern sehr sinnvoll finden, da auch diese nicht immer über die Thematik informiert sind.
Ich kann nur zustimmen, dass die Kinder möglichst früh mit diesem Thema konfrontiert werden sollten. Sie verstehen schon sehr viel und sind wahnsinnig motiviert, etwas gegen die Probleme zu unternehmen.

Janine Eggenberger, LG05Ed

manu hat gesagt…

du hast recht. mit einer Klasse ein Auslandaufenthalt abzuhalten wird schwierig. wenn dann würd man natürlich nur mit einem Zug reisen. Ist es denn eigentlich noch verantwortbar mit dme Flugzeug zu verreisen?
du hast viele gute Punkte aus dem Text gepickt und man kann erkennen, dass du den Inhalt herrvorragend verstanden hast.