Mittwoch, 5. März 2008

Vernetzungen entdecken

Heute Morgen während der Pause trank ich, wie fast jeden Tag, einen Kaffee aus der Kaffeemaschine der Mensa Mariaberg. Dabei machte ich mir natürlich keine Gedanken darüber, woher der Kaffee überhaupt kommt und wer dafür gearbeitet hat, dass ich meinen Kaffee trinken kann. Ich habe den Kaffee einfach nur konsumiert, was meiner Meinung nach fast alle Menschen mit allem, was gerade da ist, tun. Wenn ich mir dies nun aber überlege, so merke ich, dass die Bohnen zuerst einmal geerntet und getrocknet werden müssen. Anschliessend werden sie in unser Land transportiert, geröstet, verpackt und verkauft. Es steckt also ein grosser Aufwand und viel körperliche Arbeit dahinter.

Kaum jemand stellt sich aber wohl die Frage, in welchen Verhältnissen die Menschen, wie zum Beispiel die Kaffeebauern, leben (müssen). Ich glaube, dass es in unserem Leben ein Automatismus geworden ist, sich nicht zu fragen woher etwas kommt. Alltägliche Dinge werden einfach konsumiert.

In meinem Diplompraktikum behandelte ich im Mensch und Umwelt Unterricht mit den Kindern das Thema Schokolade. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Kinder ebenfalls meist nur konsumieren, ohne sich fragen was hinter den Dingen steckt. Dies ist für mich verständlich, weil sie die Erwachsenen zum Vorbild haben.

Als Konsequenz ziehe ich daraus, dass die Kinder lernen müssen, auch unsere alltäglichen Dinge nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Ich glaube, dass es in erster Linie darum geht, dass sie sich überhaupt fragen, woher etwas kommt oder wie etwas genau funktioniert. Hier müssen meiner Meinung nach die Gedankengänge der Kinder geändert werden, damit sich irgendwann einmal etwas ändert. Natürlich geht es nicht darum, den Kindern eine Meinung aufzudrängen. Sie sollen sich immer noch selbst eine Meinung bilden können, aber sie sollten sich bewusst werden, was sie tun und es nicht einfach nur tun.

1 Kommentar:

Zora hat gesagt…

In meinem M&U-Praktikum habe ich das Thema "Ernährung" behandelt. Dabei habe ich unter anderem mit den Kinder auch über den fairen Handel gesprochen. Ich habe die Bedingungen von normalen Arbeitenden mit den denen von Fair Trade Arbeitenden verglichen.
Diese Vergleich brachte wenig. Bei einer anschliessenden Umfrage, hätten nur wenige das etwas teurere Produkt, das jedoch aus fairem Handel kommt dem günstigeren vorgezogen. Das hat mich recht erstaunt.
Ich denke, dass das daran liegt, dass die Eltern nicht mit den Kinder über die Herkunft der Konsumgüter sprechen. Es wird wahrscheinlich in den Familien kaum thematisiert. Das ist sehr schade.
Meiner Meinung nach macht es deshalb Sinn, wenn man dies mit den Kindern in verschiedenen Zusammenhängen thematisiert.